Untersuchungen zur Dynamik der Affizierung des Zuschauers durch Film

 

In welchem Zusammenhang stehen die zeitliche Komposition audiovisueller Bilder und die zeitliche Dynamik des Zuschauergefühls? Welche Rolle spielen Handlungskonstellationen, welche filmische Ästhetik – und wie verhalten sich beide zueinander?

Das Projekt verfolgt das Ziel, eine grundlegende filmtheoretische Frage zur emotionalen Wirkung der Rezeption von Genrefilmen einer neuropsychologischen Untersuchung zugänglich zu machen. Wie verhält sich die ästhetische Ausdrucksqualität audiovisueller Bilder zur Narrativität filmischer Fiktion mit Blick auf die Emotionalisierung von Zuschauern?

Damit sollen zum einen grundlegende medienwissenschaftliche Konzepte der Zuschauerrezeption (kognitionstheoretisches und neophänomenologisches Modell filmischer Rezeption) in ihrem Erkenntniswert taxiert bzw. spezifiziert werden. Zum anderen sollen empirisch gestützte Prämissen und Hypothesen beider Ansätze in einen integrativen Ansatz überführt werden. Schließlich sollen die methodischen und theoretischen Grundlagen geschaffen werden, die neuropsychologische Forschung zur Verarbeitung audiovisueller Information auf komplexe Strukturen der Inszenierung audiovisueller Bilder auszudehnen. Dazu wird eine deskriptive Methode zur filmanalytischen Untersuchung filmischer Expressivität in einer Reihe von Studien mit verschiedenen physiologischen Messverfahren (SCR, Herzfrequenz, Atemfrequenz) und funktioneller Kernspintomographie kombiniert.

Mitarbeiter

Projektleitung:
Prof. Dr. Hermann Kappelhoff
Prof. Dr. Lars Kuchinke

Wissenschaftliche MitarbeiterInnen:
Jan-Hendrik Bakels, M.A.
Corinna Pehrs, Dipl.-Psych.
Lorna Schlochtermeier, Dipl. Psych.

Studentische Mitarbeiterinnen:
Katharina Kausch
Maria Tsaoussoglou

Publikationen aus dem Projekt

Kappelhoff, H., Bakels, J.-H. (2011). Das Zuschauergefühl - Möglichkeiten qualitativer Medienanalyse. Zeitschrift für Medienwissenschaft 5 (2).